RSRCCO Series 2026 - Schubert Motorsport eSport

Markus Broch

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P1 gaming e.V.
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50
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Male
RSRCCO Series – Round 2 | Fuji Speedway
Schubert Motorsport eSport – BMW M4 GT3 #20


Fuji war mein erstes Rennen in der Serie – und ohne Vorbereitung wurde es genau die harte Lehrstunde, die Simracing gnadenlos verteilt. Im Qualifying fehlten mir schlicht die Runden, die Referenzen und der Rhythmus. Damit ging es von weit hinten ins Rennen – mit dem klaren Ziel, sauber zu bleiben und das Event kontrolliert zu Ende zu fahren.

Im Rennen selbst kam dann leider einiges zusammen: Blue-Flag-Situationen haben mich aus dem Ablauf gebracht, und ein Zwischenfall führte zu Schaden. Danach wurde es doppelt schwierig, weil ich nicht mehr frei fahren konnte – und durch Tracklimit-Verstöße kam zusätzlich eine Durchfahrtsstrafe obendrauf. Spätestens nach der nötigen Reparatur war klar: Das Ergebnis wird heute nicht mehr „gebaut“, sondern nur noch ins Ziel gerettet.

Am Ende steht ein Finish außerhalb der Punkte – aber Fuji war trotzdem wertvoll. Ich weiß jetzt sehr konkret, woran ich arbeiten muss: Vorbereitung, Konstanz, Tracklimits unter Druck – und vor allem der kühle Kopf, wenn das Rennen anfängt, sich gegen einen zu drehen.
 
RSRCCO Series – Round 3 | Misano World Circuit
Schubert Motorsport eSport – BMW M4 GT3 #20 (Markus)

Ausgangslage

Die Vorbereitung war diese Woche alles andere als ideal: viel Stress, wenig Zeit – effektiv konnte ich erst Samstagmittag ernsthaft ins Fahren einsteigen. Die gute Nachricht: Ich habe dafür viel Tracktime reingepackt, und das Setup war eine sehr stabile Grundlage. Mit dem Gefühl bin ich ins Rennen gegangen, dass 2–3 Plätze realistisch sind.

Qualifying

Im Qualifying stand am Ende Startplatz P29 mit 1:31.669 (M1). Misano war wie erwartet extrem eng, Tracklimits waren wieder ein Thema – aber entscheidend war für mich: Das Auto lag gut, und die Rennpace fühlte sich deutlich besser an als die Startposition vermuten lässt.

Rennen

Der Start war genau das, was ich mir erhofft hatte: wie eine Rakete los, direkt die erste Chance genutzt – Ümit stand vor mir und war noch nicht richtig “wach”, also zack vorbei. Im 2. Sektor war ich bereits auf P19. Ziel: Position stabilisieren, Rhythmus finden, sauber bleiben.

Das funktionierte 11 Minuten und 14 Sekunden – dann kam der Knackpunkt
Ümit trifft mich am Kurvenausgang von hinten und fliegt selbst ab. Ich konnte weiterfahren, allerdings mit Schaden. Der Boxenstopp an sich war okay, aber dann der bittere Fehler: Reparatur nicht aktiviert → also nochmal rein. Ab diesem Moment war es kein “Rennen bauen” mehr, sondern ein Rennen retten.
Danach ging es gefühlt im Sekundentakt um Blue Flags, Ausweichen und Platzmachen. Zwei Situationen haben mir dabei Tracklimit-Strafen eingebracht, wodurch ich zusätzlich nochmal durch die Box musste. Ein weiterer Punkt: Ich bin das Rennen ohne Push-to-Pass gefahren, schlicht weil ich mich in dem Chaos auf sauberes Fahren konzentriert habe – zu viele Knöpfe drücken, wenn man gerade ums Überleben kämpft, bringt meist mehr Fehler als Vorteil.

Der Rest war dann klar: Attacke, so viel wie noch geht. Meinen direkten Vordermann konnte ich am Ende sogar noch überrunden, aber insgesamt bleibt: Da wäre deutlich mehr möglich gewesen.

Ergebnis (offiziell)

Finish: P27 (von P29 gestartet → +2 Positionen)
33 Runden, Sieger 36 Runden → 3 Runden Rückstand
Finale auf M2

Fazit


Misano hatte zwei Gesichter: Pace und Start stark, das Auto lag richtig gut – und dann haben Kontakt + Boxenfehler + Tracklimit-/Blue-Flag-Kette den Abend gekippt. Die Basis stimmt, jetzt geht’s darum, sie mit sauberen Abläufen und weniger “Selbstsabotage durch Hektik” ins Ergebnis zu übersetzen.

Team-Notiz (#17 Daniel Hahn)

Offiziell: Quali P4, im Rennen dann durch Probleme/Strafen P29 (inkl. Zeitstrafe). Das passt auch zu dem, was im Stream durchklang: guter Beginn, dann Fehlerkette/Verkehr/Boxen-Themen.

Blick nach vorn: Red Bull Ring 😄🇦🇹

3 Sekunden hinter der Spitze nach einem Trainingstag ist ein sehr gutes Zeichen – vor allem auf einer Strecke, wo Windschatten, DAS und Zweikämpfe ohnehin das halbe Rennen sind. Dein Job wird weniger “letzte Zehntel jagen” und mehr:
  • cool bleiben im Fight
  • Tracklimits nicht verschenken
  • Abläufe 100% sauber (Box/Repair/Strategie)
Das ist genau der Hebel, der aus “gute Pace” Punkte macht. 💪🏁
 
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